Earfashion Webzine (D)
"Danze
Pagane "
Elvira Maryr, review
Auf der Suche nach hierzulande weitgehend unbekannten Deathrock-Bands stieß ich auf die italienische Formation Bohemien. Bereits im Jahre 1985 gegründet blickt die Band, die zu einer der ersten italienischen Post-Punk-Bands gehörte und die ihren Musikstil zwischen klassisch, kalifornischen Deathrock und italienischem Wave einordnet, auf eine lange Bandgeschichte zurück. Nachdem die Band 1986 begann live zu spielen, löste sie sich ein Jahr später bereits wieder auf, bedingt durch eine allgemeine Krise der italienischen Gothic-Szene. Im Jahre 2002 fanden sich Alex(vocals), Luciano(guitare) und Walter(drum), 3 der ursprünglichen Bandbesetzung, wieder zusammen und wurden durch Giovanni(bass) und Stefania(keyboards, vocals) ergänzt. Nach weiteren Live-Performances mit u.a. Diva Destruction, Wire und Spiral of Silence veröffentlichte die Band 2003 ihr erstes, offizielles Studioalbum Danze Pagane bei In The Night Time. Danze Pagane ist ein Album zwischen atmosphärischen Synths, beständigen Gitarrenriffs und dem Wechselspiel des 2 stimmigen Gesangs. Die Qualität der Songs, wie z.B. Terrae Sanctae, Tra specchi wird durch eine ganz eigene Verbindung aus getragenen Vocals, sphärischen Klängen und rockigen Gitarrensounds geformt. Die vielfältige Stimme von Alex stellt sich dabei ganz auf die mal ruhig, größtenteils melodisch, hervorragenden Riffs ein. Der letzte Song Eclissi, ein reines Instrumentalstück, berührt durch die schwebenden Synths und die sich verlierende Gitarre. Der nun auch auf der Pagan Love Songs Compilation(Alice in Chaince) erscheinende Song Eclissi (dell´anima) rundet das Album mit seinen unglaublich eindringlichen Gitarren und den hallenden Stimme von Alex und Stefania perfekt ab und macht Danze Pagane zu einer eigenwillig, aber absolut hörenswerten CD, die der Deathrock Musik neue Impulse einhaucht.